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Verfilmung von „Chucks“

17. Oktober 2014

Wahrscheinlich wissen es ohnehin schon die meisten, aber ich sag es einfach so gerne: Mein Roman „Chucks“ wird derzeit unter gleichlautendem Titel und mit einer klein wenig abgeänderten Story verfilmt.

So sieht das zB im Newsletter der Austrian Film Comission aus:

Screenshot des AFC Newsletter

 

Ich bin natürlich unglaublich stolz, ich muss mich alle paar Schritte daran erinnern die Nase nicht zu hoch in die Luft zu halten, weil ich sonst bei der allgemeinen Großwetterlage bald am Regen ertrinke.

Persönlich war ich auch schon beim Dreh vor Ort, von dort habe ich  dieses Souvenier mitgebracht – man sieht ja nicht alle Tage sein Buch mit dem Namen der Hauptfigur als Autorin am Cover (außer, man heißt Marlene Streeruwitz):

 

"Chucks" mit Autorinnenname "Mae Reimel"

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Wir leben im Nordlicht.

14. März 2014

Voll digitalem Stolz darf ich euch präsentieren: Das erste eBook-only  der DVA, d.h. ohne zugehörige Printausgabe. Eine teilweise Wiederauflage des bereits vergriffenen Prosabandes „Aurora Borealis“, neu lektoriert und um zwei an anderer Stelle erschienene Texte ergänzt, unter dem Titel „Wir leben im Nordlicht“. Ich freue mich, dass diese Texte so wieder gesammelt für alle verfügbar sind.

Zum Download im Onlineshop des Buchhändlers oder der Buchhändlerin eures Vertrauens. (D 1,99 € / A 2,10 €)

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Selber Schuld wenn man sich so etwas entgehen lässt.

1. November 2013

Nachdem die FAZ großzügig beschlossen hat, dass die Verlage auch weiterhin Auszüge aus Rezensionen zu Werbezwecken verwenden dürfen, dachte ich, es wäre doch nett, euch statt der üblichen Auswahl an Zitaten aus Tageszeitungen und von Literaturkritikerinnen etwas anderes zu zeigen. Nachdem ich gerade erst am „Autorenforum 17 Jahr“ in der Internationalen Jugenbibliothek München war, gefiel mir die Idee einer Zitate-Auswahl aus einigen Schülerinnen-Rezensionen gut.

Hier ist sie:

„Ein wirklich grandioses Buch mit vielen Überraschungen und strotzend vor Leben. Ich will ja niemanden zwingen, aber das Buch ist ein MUSS. Selber Schuld wenn man sich so etwas entgehen lässt.“ Ruby

„Trotz des ernsten und tiefgründingen Themas des Buches, schaffte es die Autorin, einen Roman, mit manch sehr lustigen Stellen, daraus zu machen.“ Denise

„Im Großen und Ganzen finde ich das Buch spannend und total interessant. Ich könnte sogar meinen, das erste Literaturbuch, dass sich ein Teenager sogar freiwillig durchlesen würde. Außerdem finde ich Cornelia Travnicek (insbesondere ihre Haare) toll.“ Nevena

„Mir persönlich gefällt Cornelia Travnicek’s Schreibstil gut, es ist anders einmal ein deutsches Buch zu lesen, als immer nur vom Englischen ins Deutsche übersetzte Werke.“ Benita

„Die Schreibart von der Autorin Cornelia Travnicek gefällt mir besonders gut, und ich muss wirklich zugeben, dass ich nicht gerne lese, dennoch hat mich das Buch sehr positiv überrascht und ich hab es mit Freude gelesen.“ M. Zivancevic

„Ich danke Cornelia Travnicek für dieses wundervolle Buch, das absolut lesenswert ist!“ Rosi

 

 

Die Rezensionen sind unter diesen Links zu finden:

http://josistorys.blogspot.co.at/2013/06/chucks-cornelia-travnicek.html

http://checkdeinbuch.wordpress.com/2012/11/04/chucks-von-cornelia-travnicek/

 

Ode an Neuland

29. August 2013

Land der Podcasts, Land der Weblogs,

Land der Twitter, Land der der Facebooks,

Land der Trolle, erregungsreich!

Heimat großer UserInnen,

In der Filterblase drinnen,

Unbekanntes Neuland, du.

Unbekanntes Neuland, du.

Stark überwacht, noch mehr umstritten,

Liegst dem Erdball du inmitten?

Unentdeckten Welten gleich.

Hast seit frühen Modemtagen

Vieler Pakete Last getragen,

Unerforschtes Neuland, du.

Unerforschtes Neuland, du.

Mutig hin zu neuen Seiten,

Frei und mit Hoffnung sieh uns schreiten,

Streitbar, froh und wörterreich.

Einig lass in Shitstormchören,

Uns Neuland, dir die Treue schwören,

Vielgeliebtes Internet.

Vielgeliebtes Internet.

Zu singen auf die Melodie der österreichischen Bundeshymne. Sollte das ein (rechtliches) Problem sein – dessen bin ich mir augenblicklich zumindest nicht bewusst-, bitte ich um einen freundlichen, persönlichen Hinweis dazu, bevor man mich verklagt. Herzlichen Dank.

Mein Dank gilt auch der deutschen Bundeskanzlerin für die Inspiration zu diesem Text.

Klagenfurter Notizen, Juli 2013

11. August 2013

Notizen

Juli ist hauptsächlich Bachmannpreis. Und nach dem Bachmannpreis. Und zum Glück auch wieder vor dem Bachmannpreis. Zu anderen Dingen gibt es in diesem Monat nicht viel zu sagen.

12. Juli

Ich mache einen Ausflug nach Wien und treffe auf der Biorama Fair Fair die zukünftige Stadtschreiberin Nadine Kegele. Nach einem netten Gespräch sind ein paar Bedenken zerstreut und Nadine bereit ihr Amt im nächsten Jahr anzutreten.

19. Juli

RadKulturPfad, Poetry Cycle Slam.

Mit den Rädern ungefähr 4 Stunden durch das Stadtgebiet, auf den Spuren großer LiteratInnen. An verschiedensten Stationen werden selbstgeschriebene Texte der MitradlerInnen (auch wenn das Groß erfreulicherweise Publikum ist) zum Besten gegeben. Es gibt ein paar sehr hörenswerte Dinge darunter. Da sag noch einmal einer, bei Kultur würde man sich zu wenig bewegen. Kultur-Sport-Fusion-Veranstaltungen sind vielleicht the next big thing.

24. Juli

Ich habe tatsächlich meinen literarischen Spass an „Ödhof“ von Franz Nabel.

Juli allgemein:

Liebe Schriftstellerinnen und Schriftsteller, wenn euch die Inspiration ausgeht, macht einen Ausflug in das Freibad. Die Leute geben alles.

 

 

Überflogen – Eindrücke aus „Klagenfurter Texte“  1980-2000, Teil 3

TDDL 1988:

Die drei HauptpreisträgerInnen:  Angela Krauß, Anselm Glück, Michael Wildenhain

Stipendium an: Bernhard Gierds, Sylvia Brandis

Bekannten Namen auf der AutorInnenliste: Auf den ersten Blick ist mir niemand wirklich bekannt

Es gibt im Buch ein „Protokoll der Preisfindung“ und ich frage mich, ob das neu ist, oder ob  ich das in den vorigen Bänden nur überblättert habe. Das große Skandal des Jahres ist, dass ein Autorenpreis, den die Autorinnen im Vorjahr an diverse Organisationen spenden wollten und nicht an eine(n) der ihren verleihen, daraufhin einfach nie ausbezahlt wurde. Die Zeitungen bemängel die Abwesenheit des absolut Besten, woraufhin nur das relativ Gute gewinnen konnte. Im Bühnenbild im Studio liegt ein Baum, zumindest sieht das auf den Bildern so aus. Verleger geben sich hemdsärmelig.

TDDL 1989:

Die drei HauptpreisträgerInnen:  Wolfgang Hilbig, Norbert Gstrein, Sabine Peters

Stipendium an: Bernd Schirmer, Thomas Hettche, Eberhard Häfner

Bekannten Namen auf der AutorInnenliste: Wolfgang Hilbig, Norbert Gstrein

Wo sind die Autoren hin, wo sind sie gebliiiiieeehiieeben? Die Liste der Eingeladenen wird immer kürzer. Im Jahr 1989 nur noch zwölf.  Fünf der eingeladenen waren aus der Schweiz – go, Ländle! Und ganze sechs Auszeichnungen für diese zwölf Eingeladenen, das war wohl das Jahr mit den besten Chancen überhaupt. In der Berichterstattung ist allerdings die Rede davon, dass 3sat alle einundzwanzig Lesungen übertrug. Wo kommen die anderen neun her?

TDDL 1990:

Die drei HauptpreisträgerInnen:  Birgit Vanderbeke, Franz Hodjak, Roman Fleischer

Stipendium an: Ingeborg Harms, Cornelia Manikowsky, Pieke Biermann

Bekannten Namen auf der AutorInnenliste: Georg Bydlinski (zumindest mir bekannt), Reinhard Jirgl, Friederike Kretzen, Margit Schreiner (wegen Verletzung der Statuten ausgeschlossen), W.G. Sebald  (auf der Klappe hinten ist auch Alain Claude Sulzer angeführt, auf der Liste im Buch nicht)

Die Publikation zum Bewerb wird nun nicht mehr im List Verlag sondern in der Serie Piper herausgebracht. Einer der Medienberichte ist betitel mit „Warum es immer wieder schön und nützlich ist, zum Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis zu fahren“.  Der nächste mit „Frauen kommen schnell und gewaltig“. Jo, eh. In den Berichten heißt es, Vanderbeke hätte im Chaos mehr zufällig gewonnen, nachdem zwei andere TeilnehmerInnen qualifiziert werden musste.

TDDL 1991:

Die drei HauptpreisträgerInnen: Emine Sevgi Özdamar (geboren in der Türkei), Urs Allemann, Marcel Beyer

Stipendium an: Peter Wawerzinek, Hubert Konrad Frank, Theres Roth-Hunkeler

Bekannten Namen auf der AutorInnenliste: Urs Allemann (schon wieder?), Marcel Beyer, Durs Grünbein, Peter Wawerzinek (zum ersten Mal)

Das „Forum Stadtpark“ liefert im Vorfeld ein 20seitiges Statement ab, warum die TDDL der Literatur schaden würden. Die FAZ befindet, die Fehlurteile der Jury hätten sich in Grenzen gehalten. Peter Wawerzinek hat die Preisträgerin vorhergesagt. Die „Namenlosigkeit“ der TeilnehmerInnen wird bemängelt – wie passt das eigentlich nach dem ebenfalls zyklisch auftretenden Ruf nach neuen Entdeckungen zusammen?

Aufwind für unsere Lieblinge

10. August 2013

Der Buchhandel in Österreich ist im Aufwind.

Ich habe ein paar KollegInnen gebeten mir zu helfen um eine Liste ihrer Lieblingsbuchhandlungen anzulegen. Buchhandlungen, in denen man SchriftstellerInnen antreffen könnte, quasi. In absolut willkürlicher Reihung.

 

http://phil.info/ (Wien)

http://www.literaturbuffet.com/ (Wien)

http://www.hartliebs.at/viewer/start.php (Wien)

http://www.tiempo.at/ (Wien)

Morawa (Wien)

http://www.buchhandlung-frick.at/frick_am_graben.php (Wien)

http://www.buchhandlung-schubert.at/ (St. Pölten, Niederösterreich)

http://www.deralex.at/ (Linz, Oberösterreich)

http://www.heyn.at/home (Klagenfurt, Kärnten)

http://www.buechersegler.at/pages/buchladen/ (Graz)

Bücherstube (Graz)

Thalia

 

Ich bitte um Kommentare und Nachrichten um diese Liste zu ergänzen.

 

Fragen kostet nichts

28. Juli 2013

Liebe Schreibende,

ich weiß, in unserem Kulturkreis spricht man allgemein nicht gerne über Geld (außer über jenes, das andere unserer Meinung nach zu viel haben) – ich tue das jetzt einfach einmal trotzdem, denn man hat schon am Beispiel Sexualität/Verhütung sehen können, welcher Irrglaube sich verbreitet, wenn niemand bereit ist darüber zu reden.

Das ist ein Brief an jene unter euch, die glauben, dass Agenturen Vorschüsse und Verlage Zuschüsse verlangen und diese „Fakten“ an andere Schreibende weiterverbreiten und an jene, denen so etwas eventuell schon erzählt wurde. (Denn solche kommen mir in letzter Zeit vermehrt unter.) Die Wahrheit ist: Agenturen und Verlage verlangen von euch kein Geld im Voraus, ein Verlag verlangt sogar NIEMALS Geld von euch, das machen nur Abzocker und Menschen, die es vielleicht ganz gut meinen, aber irgendwie doch keine Ahnung haben.

Eine Agentur arbeitet auf Erfolgshonorarbasis, d.h. sie bekommt einen Prozentsatz des Geldes, das euer Verlag – an den sie euch vorher vermittelt hat – an euch auszahlt, üblicherweise um die 15 Prozent. Das wiederum bedeutet, dass sie auch kein Geld bekommt, sollte sie euch nicht vermitteln können, was dazu führen müsste, dass Agenturen nur Manuskripte annehmen, bei denen sie auch eine Chance auf Vermittlung sehen, ansonsten machen sie sehr viel unbezahlte Arbeit. Und das Schöne an diesem System: Eure Agentur hat GROSSES Interesse daran euer Manuskript gut zu vermitteln und für euch ein angemessenes Honorar auszuhandeln.

Ein Verlag finanziert die Veröffentlichung eures Buches, weil er der Überzeugung ist, mit eurem Manuskript mindestens kostendeckend arbeiten zu können, und bezahlt den euch zustehenden Anteil nach Veröffentlichung einmal im Jahr zusammen mit einer schriftlichen Abrechnung an euch aus. Das heißt, der Verlag hat GROSSES Interesse daran euer Buch gut zu verkaufen, sonst macht er Verlust.

Einmal kurz nachgedacht: Warum sollte jemand, der schon im Voraus Geld bekommen, und sich dabei zu wenig bis nichts verpflichtet hat, außer eben euren Text ein paar Mal per E-Mail zu verschicken, oder eben euren Text, so wie er ist, billig zwischen Buchdeckel zu drucken, ja warum sollte so jemand noch viel für sein Geld arbeiten wollen?

Merkzettel:

Agentur -> Erfolgshonorar nach Vermittlung (auf Basis der Auszahlungen des Verlages)

Verlag -> zahlt euch euren Anteil einmal jährlich aus (auf Basis der vereinbarten Prozente am Verkaufspreis)

Im Zweifelsfall den Vertrag von eurer Interessensvertretung (in Österreich der IG Autorinnen Autoren) prüfen lassen und andere bei Agentur/Verlag gelistete Schreibende nach ihren Erfahrungen befragen.

Viel Glück.