Skip to content

Klagenfurter Notizen, die Tage der deutschsprachigen Literatur 2013, Rahmenprogramm

8. Juli 2013

Achtung, es folgt exzessives Namedropping.

Die lustigsten Dinge stehen natürlich nicht im Notizbuch, im Lachen fällt mir das Notieren so schwer.

Frage am Eröffnungsabend Ijoma Mangold nach der Farbe seiner legendären Badehose und hoffe nachträglich, dass er das nicht allzu befremdlich fand.

Zu lange mit Nadine Kegele geredet, zu spät in das Studio gegangen, meinen eigentlich reservierten Platz nicht mehr bekommen.

Michael Köhlmeier ist bei seiner Eröffnungsrede im Fernsehausschnitt ganz in Weiß und deshalb eine durchaus überirdische Erscheinung. Er liest uns eine Fauser-Messe und MRR rückwirkend ein bisschen die Leviten. Leicht verbissene „Jetzt erst Recht“-Stimmung allgemein und mehr Anwesende als im Vorjahr.

Thomas Klupp und ich schleichen lächelnd umeinander herum, weil wir beide denken, wir hätten da jemanden erkannt, und uns nicht sicher sind. Ich hole eine Flasche Frizzante von der Bar und teile mit Julya Rabinowich und Co.

Heimkommen: 2 Uhr morgens.

Aufstehen: 8 Uhr früh.

Donnerstagmorgen: Jo Lendle nimmt den Tisch als Teller und erklärt mir: Brunch ist Brunch. Im Schriftstelleratelier haben sich 10-15 geladene Gäste zum Stadtschreiberinnenbrunch eingefunden, Julya Rabinowich (die das Brot bringen sollte) hat etwas verschlafen.

Donnerstagabend: Bürgermeisterempfang. Das Buffet ist gut, das muss bleiben. Ein gewisser Herr Unseld stellt sich mir vor. Ich sinke dieses Jahr nicht im Rasen ein, überhaupt tragen auffallend viele Damen für diesen Abend flaches Schuhwerk. Ich lerne Tiffy kennen, Hund der Herzen.

Heimkommen: 2 Uhr morgens.

Aufstehen: 8 Uhr früh.

Freitag: Wir entwickeln Ideen für den Fortbestand des Bachmann-Preises, zum Beispiel System Titelverteidigung: Gewinner oder Gewinnerin muss nächstes Jahr erneut antreten. (Eventuell mit Wanderpokal.)

Meine Muffins schaffen es bis in den Artikel der „Kleinen Zeitung“ über den ersten Lesetag.

Michaela Monschein wird inoffiziell mit einem kleinen Sektempfang verabschiedet, organisiert von Angela Leinen.Ich schlage Thomas Keul (Volltext) vor, doch die Quizfragen des Bachmann-Song-Contestes, soweit möglich, abzudrucken. Um 1 Uhr morgens fand er die Idee noch gut, hoffe er weiß das noch.

Heimkommen: 3 Uhr morgens.

Aufstehen: 8:30 Uhr früh.

Samstagnachmittag: Clemens Setz muss auf Kathrin Passigs Gepäckträger mit zum See, keine Widerrede. Sieg in der Kategorie Stein (und Style) beim Bachmann-Wettschwimmen, ex aequo mit Autor Martin Fritz. Auf einem Hello Kitty – Mini – Schlauchboot. Ich glaube ja, Martin ist nicht so schnell geschwommen, wie er gekonnt hätte. Danke, Martin. Nun gibt es Befürchtungen, Bilder davon könnten in der ORF Sendung „Kulturmontag“ auftauchen.

Ijoma Mangold gefragt, ob er Dreadlocks haben möchte – er verneint. (Und weiß nicht, was „das da“ auf meinem Kopf eigentlich ist. Weil er mit einem Gummidelphin schwimmen ging, verzeihe ich ihm das.)

Samstagabend: Sieg beim Bachmann-Song-Contest, mit dem Team „Flöte aktuell“, bestehend aus: Kathrin Passig (Bachmannpreisgewinnerin), Wolfgang Tischer (literaturcafe.de), Alberto Balsam aka @mitnichten auf Twitter (der Denis Scheck von morgen), Martin Fritz (Autor von Texten über Eichhörnchen und Goldhendl, FM4 Wortlaut Gewinner 2009), Tim R. Zazzara (FM4 Wortlaut Gewinner 2012), Telefonjoker Evelyn Steinthaler (Milena Verlag) und mir. Wir gewinnen eine Melone und zum Glück keine der japanischen Klo-Hosen. Die Melone muss ein Blitzlichtgewitter über sich ergehen lassen und findet sich schnell auf Twitter wieder.

Herr Wrabetz (ORF, Beinahe-TDDL-Abschaffer) taucht in Begleitung der Jurymitglieder am Lendhafen auf und beteiligt sich an der #bbleibt-Aktion. Zuerst vermuten wir einen zu hohen Alkoholisierungsgrad bei ihm oder bei uns, aber es ist wahr.

Daniela Strigl besucht zum allerersten Mal das Theatercafe und trifft auf Vroni. Es gibt keinen Riss im Universum, kein Messias erscheint, die Welt geht nicht unter. Wir sind alle ein bisschen enttäuscht, sagen aber nichts.

Spricht Tex Rubinowitz mit der Theatercafe Vroni, strahlt sie kurz, und sieht ganz aus wie Maria Hofstätter.

Heimkommen: 2:30 Uhr morgens.

Aufstehen: 9 Uhr früh.

Sonntag: Ich bin eine literarische Wahrsagekugel und zum Umfallen müde. Die TDDL wurden auf 5 Kontinenten in 60 Ländern verfolgt und die Petition für ihr Bleiben haben ungefähr 6000 Menschen auf Facebook unterstützt. Herr Spinnen grüßt in der Abschlussrede seine Mutti.

Fazit Kathrin Passig: Die lustigsten TDDL seit Jahren.

Cordula Simon droht an, mir doch noch das Wodkatrinken beizubringen. Tiffy umtanzt Burkhard Spinnen, als hätte er die Taschen voll Hundekuchen.

Ich denke mir, dass es von außen natürlich so aussehen muss, als wäre der Literaturbetrieb eine Vettern- und Cousinenwirtschaft, in der jede jeden kennt, nur lässt es sich bei Veranstaltungen wie dieser eben nur mit äußerster Asozialität vermeiden ein paar Leute kennen zu lernen. Sieben Jahre, dann kennst du alle, sagt mir die Pressedame meines Verlages.

Beim Abfahren beginnen wir die Tage bis zum nächsten Mal zu zählen.

20130706_174535

Advertisements
No comments yet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: