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Eine Geschichte besteht aus Sätzen – TDDL 2011 / Tag 1

7. Juli 2011

Auch dieses Jahr wieder ein Bericht aus der Ferne: Der erste Tag der diesjährigen TDDL beginnt für mich damit, dass ich alle drei Vormittagslesungen wegen anderer Termine versäume. Während der Erledigung dieser Termine verwende ich so exzessiv meine Twitter-App, dass mein Smartphone schon gegen 12 Uhr keinen Strom mehr hat. Zwischendurch erreicht mich durch Sara Wiepauer (die heuer beim Literaturkurs war/ist) die Nachricht, dass die Anthologie „How I fucked Jamal“ ganz zentral am Klagenfurter Büchertisch platziert ist – mit Fotobeweis. Also an alle die dort sind: Hineinschauen!
Matrin Fritz, der ebenfalls dort ist, veröffentlichte heute auf FM4 seine Eindrücke vom Literaturkurs, wechselt also von Eichhörnchen (Poetryslam) und Hühnern (FM4 Wortlaut) zu Häschen. Auf Nachfrage meinte er als nächstes wären wahrscheinlich Fische dran.

In der Mittagspause höre ich die erste Lesung (Geltinger) nach und finde es ein bisschen gemein, dass sich einige auf Twitter über die Störung im Redefluss aufregen – Wolfgang Tischer meint zB auch ein echtes Stottern schützt nicht vor dieser Kritik, ich meine aber darüber muss man im vorliegenden Fall hinwegsehen, den Mut zum öffentlichen Vortrag anerkennen und dann ganz unvoreingenommen an den Text herangehen. Der Text selbst hat mich dann nicht umgehauen, es war ein bisschen viel kalt darin und sehr laut, obwohl still. Das Wort des Tages war hier eindeutig „Kotze“.
Ich war noch gar nicht richtig mit dem Text von Herrn Geltinger fertig, da hat auch schon die Lesung von Praßler begonnen und ich musste das Videoportait nachholen (das ganz nebenbei klischeehaft fast alle Negativpunkte der Automaitschen Literaturkritik der Riesenmaschine einheimst). Während ich mich zugegebenermaßen noch über das Video amüsiert habe, hat der Großteil der Jury schon den Text zerlegt. Burkhard Spinnen wurde gar von Paul Jandl attestiert er hätte sich da eventuell in den falschen Text verliebt.
Über Liebe spricht auch Antonia Baum in ihrem Videoportait und vergisst dabei glatt die Liebe zu Frauen. Der Text gefällt mir stellenweise sehr, sehr gut, an anderen dafür wieder gar nicht. Auf Twitter wird von Polarisierung innerhalb einer Person gesprochen – dem kann ich mich nur anschließen.

Die Jury hat uns auch mit ihren lebhaften Diskussionen, in deren Verlauf es auch immer wieder zu zitierwürdigen Aussagen wie „Eine Geschichte besteht nun einmal aus Sätzen“ kam, unterhalten. Schon alleine deswegen lohnt sich das Zusehen 🙂 Und damit ich auch bei der Spekulation um die Preisvergabe mitraten kann, werde ich noch die anderen Vormittagsautoren nachholen…
Die liebe Julya ist morgen dran und ich sage jetzt schon (ohne den Text zu kennen und natürlich völlig unvoreingenommen): Frau Rabonwich for Bachmannpreis.

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