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Texte wie eingelaufene Wollpullover

16. Mai 2011

Ein kleiner Nachbericht zu „Lockstoffe extra“ bei der Lesereihe zum 40jährigen Podium Jubiläum: Die Lesung geht mir nicht mehr aus dem Kopf. An dem Tag war ich müde, weil ich tagsüber im Büro gesessen bin und dann direkt in das Literaturhaus fahren musste und während der Straßenbahnfahrt hatte ich kurzfristig entschieden aus gegebenem Anlass aus der Anthologie zum Jubiläum zu lesen. Mein Text darin ist einer aus der Prosasammlung „Aurora Borealis“, deren limitierte Auflage mittlerweile vergriffen ist (soweit ich das beurteilen kann) und darum schon einige Jahre alt. Ich dachte, dass kann ja nicht so schwer sein, einen Text zu lesen, der jetzt vielleicht 5-6 Jahre alt ist (und ich bei seiner Entstehung entsprechend auch noch ziemlich jung war…). Ist es doch. Ich habe noch vor der Lesung angekündigt den Text direkt im Lesen noch ein bisschen zu verändern, ganz wohl war mir dabei dann aber nicht. Es war, als hätte ich versehentlich den falschen Waschgang für einen Wollpullover gewählt und würde versuchen ihn beim Anziehen an den richtigen Stellen auszubeulen, und am Ende würde trotz allem nichts richtig sitzen. Tja. Die Lehre, die ich daraus ziehe: Texte erst wieder vorlesen, wenn sie schon so alt sind, dass man selbst wieder darüber lachen kann.

Was gibt es sonst noch zu erzählen? Klagenfurt, natürlich. Jedes Jahr wieder ein Thema. Die, die darüber schweigen werden sofort verdächtigt eingeladen worden zu sein, weil: dann dürfen sie natürlich nicht darüber reden. Ich schweige nicht, ergo… Aber – das verrat ich einfach – es war knapp vorbei…

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5 Kommentare leave one →
  1. 16. Mai 2011 18:57

    jetzt muss man eh nicht mehr schweigen… das gefühl mit den eigenen texten & eingelaufenen wollpullovern hab ich aber bei all meinen texten. auch wenn ich sie erst gestern geschrieben hab. nur manchmal bin ich ganz bezaubert davon, dass ich scheinbar was wollpulloverähnliches stricken kann 😉

    • frautravnicek permalink*
      16. Mai 2011 19:16

      ich meinte nicht den literaturkurs, sondern das wettlesen! da gibts noch keine autorInnenliste…

  2. 16. Mai 2011 19:22

    ach 😦 und grad nach dem absatz hätt ich da drauf getippt… (am literaturkurs knapp vorbei sein kann man ja auch, wenn man beim wettlesen ist 😉 ) – aber hey, knapp vorbei – nächstes jahr!!

  3. 17. Mai 2011 08:17

    Ja das wird wieder spannend, ich denke auch schon nach, wer heuer antreten wird dürfen, dabei gibt es noch soviel anderes, aber Klagenfurt hat es geschafft, sich wichtig zu machen, wenn ich da an die Widerstände am Anfang denke, wo die Juroren bei den Autoren hausieren gingen, die alle „Nein!“, schrien und dann verschämt nach und nach doch antraten…

Trackbacks

  1. Klagenfurt-Tratsch und mehr « Literaturgefluester

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