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Ich bin ja auch noch Leserin

15. Oktober 2010

Auf der Suche nach Fachliteratur in der ÖGB Fachbuchhandlung für meine bald fällige Seminararbeit (falls es jemanden interessiert: grob: ein Vergleich des Körperkults der herrschenden Eliten im westlichen/europäischen/eher deutschsprachigen Raum und China) habe ich mich des Umstandes entsonnen, dass ich nicht nur eine Schreibende, sondern auch noch eine Leserin bin. Das meint vor allem auch: nicht nur Fachbücher. Mein „Lese-Urlaub“ in Paliano ist mittlerweile schon wieder über 6 Wochen her und ist mir sowieso weniger als Leseurlaub in Erinnerung, da ich im Sinne des Stipendiums natürlich vor allem produziert und übersetzt habe. Heute, vor der Wühlkiste, nun die Eingebung: Kauf dir wieder Bücher, die dich in der Straßenbahn unterhalten und die du auch vor dem Schlafengehen lesen möchtest. Darum waren dann neben etwas über klassen- und geschlechtsspezifische Körperlichkeit auch noch „All you can read“ von Nick Hornby und „Chronicles“ von Bob Dylan in meinem Einkaufssackerl. Den Nick Hornby habe ich sofort angelesen, und siehe da – gleich im ersten Kapitel empfiehlt er die Lektüre von den „Chronicles“. Treffer, versenkt.
Ich bin aber nicht nur Leserin, ich bin vor allem auch eine Käuferin. Also habe ich gleich nocht „Onitosha“ von Clézio gekauft und ein altes Edition Le Monde diplomatique über China von 2007 und, weil es noch nicht genug war, einen Bildband mit „Chinese Propaganda Posters“ (weil den könnte man vielleicht doch unter Umständen auch für die Seminararbeit verwenden..?). Ja, das passiert wenn man mir einen Gutschein für 25 Euro (ab einem Einkauf von 50 Euro) in die Hand drückt. Und die Bücher in der Wühlkiste nur 2,95 Euro kosten. Mit dem Ausfüllen des Gutscheines habe ich – glaube ich – zwar meine Seele an irgendeine Studentengewerkschaft verkauft, aber bei den unzähligen AGBs, die ich schon ungelesen durchgeklickt habe, hat sie mir sowieso schon nicht mehr gehört und sollte sie einmal jemand einfordern, wäre das mit Sicherheit ein Fall für die Gerichte. (Und wenn ich dann, bevor mich der Sieger verschleppen kann, rechtzeitig einen Asylantrag stelle, könnte ich bis zum Ende der Bearbeitung noch 10 Jahre mit meiner Seele in Österreich bleiben.)


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2 Kommentare leave one →
  1. 15. Oktober 2010 18:09

    Dann flattr ich mal.

  2. frautravnicek permalink*
    15. Oktober 2010 18:59

    Yeay! 😀

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