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Literarisch erfolgreich und andere Mutmaßungen

8. Mai 2010

Diese Woche waren zwei sehr schöne Lesetermine in meinem Kalender eingetragen:

Zuerst die Präsentation von „How I fucked Jamal“ am Badeschiff in Wien, gemeinsam mit Mieze Medusa, Jan Kossdorf, Linda Stift und Nadja Bucher. Alle Tische waren gut besetzt, das Publikum war so leise, dass sich die Kellnerin nicht einmal die Tische abräumen getraut hat (außer in den Momenten, in denen laut gelacht wurde) und auch der Büchertisch wurde frequentiert – manch einer hat die Gelegenheit genutzt auf der Stelle ein Autogramm von 5 AutorInnen der Anthologie in seine Ausgabe zu bekommen.

Dann heute das „Literaturkaffee“ in Altenburg, das wirklich ein Literaturkaffe ist – die Bäckerei Wögenstein öffnet extra dafür am Samstagnachmittag und versorgt alle Literaturbegeisterten mit Heißgetränken. Es war ein wunderschöner Nachmittag im Waldviertel (der mit einem Brunch im Kunsthaus Horn begonnen hatte) mit einem sehr herzlichen Publikum, das viel zu lachen fand. Im zweiten der drei Texte blieb mir ab der Hälfte die Stimme weg, wegen meines sehr trockenen Halses musste kurz interveniert werden – mit geöffneten Fenster, extra Wassergläsern und Tee ausgerüstet konnte ich aber nicht nur den Text zu Ende lesen sondern auch noch den dritten ohne Probleme vortragen. Anschließend wurde pro Zuhörerkopf im Schnitt glaube ich fast mehr als ein Buch gekauft, auf jeden Fall hatte ich sehr viel zu signieren – auch die Anthologie vom FM4 Wortlaut 09 zum Thema Gold fand noch einige Beachtung, konnte aber vor Ort nicht gekauft werden, woraufhin ich die Lesebegierigen auf den Roman vertröstet habe.

Ja, „Aurum metallicum“ ist Teil meines nächsten Romanmanuskriptes geworden, das, in der Grundversion fertig, gerade auf Verlagssuche ist. So viel verrate ich soweit – dazu verrate ich auch (weil man ja nicht nur immer die Erfolge berichten kann – das wäre künstlich – und weil es ja auch schon Mutmaßungen gab, ob ich mich zum Bachmannpreis beworben hätte): Ich wurde schon wieder nicht zum Klagenfurter Literaturkurs eingeladen. Ich möchte hiermit kurz festhalten: Es ist einfacher eine Literaturagentur und einen Verlag zu finden, als in vier Anläufen beim Klagenfurter Literaturkurs genommen zu werden. Wem es also auch so ging, der soll gleich versuchen die Texte zu veröffentlichen 😉 Das heißt aber auch, dass ich mich NICHT für die Lesung um den Bachmannpreis beworben habe, weil der Romanauszug  nicht mehr zugelassen worden wäre – sind ja Teile schon durch „Aurum metallicum“ veröffentlicht.

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2 Kommentare leave one →
  1. 9. Mai 2010 04:56

    Das mit Klagenfurt ist natürlich schade, obwohl es den Österreichern, wie man besonders letztes Jahr sehen konnte, dort nicht gut geht.
    Zu Ihrem Anthologie-Erfolg wünsche ich alles Gute. Im neuen ecetera gibt es einen Bericht von Thomas Fröhlich zu vierzig Jahren Milena Verlag, der ja unter anderen von Elfriede Haslehner als reiner Frauenverlag gegründet wurde und seit zweieinhalb Jahren auch den Männern geöffnet ist, weil wie Vanessa Wieser anmerkte sich niemand mehr für die ausschließlich feministische Ausrichtung interessierte.
    Ich finds schade, Ihnen wirds vermutlich egal sein, obwohl Sie bezüglich Klagenfurt jetzt an die gläserne Decke stoßen, weil, vielleicht auch wegen der Frauenbewegung inzwischen mehr als vierzehn bzw. neun Frauen und auch Männer gut schreiben können, die Ökonomie und die Ideologie aber gegen einen zweiten Literaturkurs ist.
    Viel Erfolg für Ihren Roman, der es auch ohne Klagenfurt schaffen wird, Ihren Wortlaut Text muß ich jetzt endlich lesen, in der November Hektik bin ich nicht wirklich dazu gekommen.

  2. 9. Mai 2010 07:29

    Korrektur zu den vierzig Jahren Milena Verlag, es sind erst dreißig, denn der Wiener Frauenverlag wurde 1980 gegründet, wie auch richtig in Thomas Fröhlichs Artikel steht, nur dann steht, seit vierzig Jahren gibt es ihn und wenn Frau am Morgen nicht richtig mitrechnet…, in meinem Blog ists aber richtig erwähnt.

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