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Oh yeah. Salzburg.

17. Januar 2010

Ich habe das Gefühl, dass manche wohl gestern gegen 5 Uhr morgens, als ich mein Bett im Hotel „Zum Hirschen“ schon wieder verlassen hatte um zwecks Universitätsbesuch zurück nach Wien zu fahren, erst in die andere Richtung unterwegs waren. Und zwar nicht nur die Tanzenden der Musikhochburgen dieses Landes, sondern auch ein paar BesucherInnen unserer Art Visuals & Poetry Sache im Salzburger Literaturhaus.

In zwei Performance-Blöcken, mit einem lokalen Poeten als „Vorband“ und einer auf 1 Uhr verschobenen genialen Mitternachtseinlage von Publikums-Liebling Rene Monet unterlegt mit Impro-Beats von DJ Fritz Ostermayer, war das Programm ein voller Erfolg. Aufgelockert von einer Pause, in der schon die ersten positiven Rückmeldungen von Veranstalter- und Publikumsseite kamen, war die mehrstündige Performance kurzweilig, unterhaltsam und dennoch zutiefst und ernsthaft poetisch. Auf die Augen gabs von 4youreye die ganze Zeit über feine Visuals, die vom Publikum sehr gut angenommen wurden. Einige BesucherInnen äußerten sogar Verwunderung über den Umstand, dass Sie noch Karten an der Abendkasse bekommen hätten. Initiatorin und Konzeptionistin Sigrun Höllrigl war also mehr als zufrieden mit diesem ersten Abend des Programmes.

So, jetzt genug geschwärmt, noch ein paar Hinter-den-Kulissen-Dinge: Im Hotel habe ich wieder einmal beim Ausfüllen des Meldeformulares beim Feld „Berufsbezeichnung“ gezögert und dann fest entschlossen „Autorin“ hineingeschrieben. Wegweisend, oder? Das Zimmer selbst verdient die Bezeichnung „Zimmer“ nicht, das wäre eine Herabwürdigung. Es war nämlich größer als meine Räumlichkeiten in Wien. Beim Einchecken wurden wir auch gleich darüber aufgeklärt, dass Herta Müller gerade erst am Vortag hier geschlafen hätte, wir waren also in bester Gesellschaft, nur etwas zeitlich versetzt. Und auf dem Kopfpolster gab es echte Mozartkugeln. Bahnhof, Hotel und Literaturhaus liegen fast auf einer Linie und alle miteinander in Gehweite, überaus praktische Umstände – außer die Autorin trägt neue Schuhe mit angeberischen Absätzen.

Das Salzburger Literaturhaus ist ein tolles Haus auf drei Ebenen, mit Cafe und Ausstellung. Der Lesesraum hat eine wahnsinnig interessante alte Holzdecke und für alle RaucherInnen einen Balkon. Die AutorInnen wurde in der nervösen Zeit vor dem Auftritt mit Würstel, Antipasti und Semmeln beruhigt, überhaupt herrscht dort eine sehr familiäre Affäre. Da kommt man gerne wieder…

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