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Mein Kampf mit dem digitalen Buch I

17. November 2009

Habe ich ja am Sonntag einen Sony eBook Reader geschenkt bekommen, wollte ich heute endlich ein Buch darauf laden. Ja, genau. Im Handbuch (das genau 4 Seiten hat, wohl um die einfache Bedienung zu suggerieren) steht, man müsse den Reader einfach am Computer anschließen, über das mitgelieferte USB Kabel. (Was auch das einzige ist, was mitgeliefert wurde, denn ein extra Ladekabel muss man kaufen und das laden per USB dauert vier Stunden, in denen der Computer aktiv am Netz sein muss). Na auf alle Fälle das mit dem einfach anschließen und warten war nicht so – das versprochene Fenster kam nicht. Ich habe also eine beigelegte CD gesucht – die gab es nicht. Nicht ganz dumm wollte ich dann die Software aus dem Internet laden und habe einfach Sony Reader in google eingegeben. Auf der Seite, auf der ich dann gelandet bin, gab es zwar FAQs, aber keine beschäftigte sich mit dem Problem des nicht erscheinenden Installationsfensters.

Da war ich schon kurz verzweifelt und habe einfach die Supportnummer angerufen. Der erste Herr, der abgehoben hat, wollte mir erklären ich hätte etwas falsch gemacht (ja, wie wenn man bei einfach anstecken und warten etwas falsch machen könnte). Daraufhin war ich etwas verärgert, weil für unfähig erklärt werde ich nicht gerne. Meine Frage, was man denn nun falsch gemacht haben könnte beantwortete er nicht direkt, er bot mir nur an, mir per Email eine Anleitung mit Bildern zu schicken. Ich fragte daraufhin, was denn in der Anleitung anderes stehen würde als im Handbuch. Ich glaube, langsam bin ich ihm auf die Nerven gegangen, weil er hat mich weiter verbunden. Der nächste Herr war etwas zugänglicher und nachdem wir ein bisschen über Benutzerfreundlichkeit gestritten haben, hab ich mir den Link zum Softwaredownload geben lassen. Dort stand dann auch noch „Update“ in der Beschreibung, so dass ich mir nicht sicher war, ob das jetzt die gesamte Software ist oder eben NUR ein Update. Es war die ganze Software.

Nach dem Installieren kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, habe ich gedacht. Naja, ich habe dann im Programm auf den „eBook Store“ geklickt und dort Links zu Thalia und Libri bekommen. Bei Thalia habe ich mich zuerst geärgert, dass die Bücher, die ich lesen wollte, in der digitalen Ausgabe genauso teuer waren wie in der Druckausgabe. Wozu also digital kaufen, wenn es nicht billiger ist, als mein Regal real anzufüllen? Gut, dann hätte ich mir ein Buch ausgesucht, unter 10 Euro und lesenswert, kam das nächste Problem. Irgendwie wollte Thalia meinen Benutzernamen und mein Passwort nicht nehmen. Na gut, hab ich wohl das Passwort vergessen. Also neues Passwort anfordern. Aber die Website meint, zu diesen  Daten würde kein Konto existieren. Hä?

Es hat schon länger gedauert, bis mir aufgefallen ist, dass mich die Reader Software auf http://www.thalia.de gelinkt hat und mein Account nur auf http://www.thalia.at funktioniert (ja, da möchte man schon mit dem Kopf gegen die Wand schlagen). Am Ende habe ich kurzerhand irgendwo im Internet ein gratis eBook herunter geladen, das nicht vollkommener Schund war. Mit den Nerven war ich dann so fertig, dass ich nicht auch noch lesen wollte. Aber aufgeben werde ich nicht 🙂

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5 Kommentare leave one →
  1. 17. November 2009 21:29

    meine gedanken waren ja mehr so:

    „achne, eine eigene software (die es für meine linux-distribution und für alle anderen linux-distros eh nicht gibt) für einen besseren usb-stick? hä? sonst eh noch alles ok? oder sind wir jetzt bei der geißel der menschheit = itunes etc.? -> sicher nicht mit mir.“

    also erst akku mit handschriftskizzen (die killer-app, wenn du mich fragst, ich mal den ganzen tag nur mehr handschriftskizzen) leermachen und dann erst zum ersten mal anschließen und hoffen, dass ich ganz normal wie eine externe festplatte im graphischen dateimanager dateien rauf- und runterschieben kann. und wenn das nicht geht, dann mach ichs über die kommandozeile (oder so). und wenn das nicht geht, dann ist das gerät eh schrott bzw. nur für die handschriftskizzen-funktion gut. erwähnte ich bereits, dass die handschriftskizzenfunktion echt süchtig macht?

    • frautravnicek permalink*
      17. November 2009 22:26

      ja, das kann ich auch nachvollziehen. es wie einen usb stick zu verwenden, das habe ich auch zuerst in erwägung gezogen, dann aber gesehen, dass das wortlaut buch zwei dateien in verschiedenen ordnern hatte, wobei eines davon irgendeine annotationsdatei war.. das hat mich abgehalten es so zu versuchen, um nicht gleich irgendwas falsch zu machen und dem support-typen recht zu geben..

      • 17. November 2009 22:42

        das (dem support-typen recht geben) übernehme dann wohl ich.

  2. Kristian permalink
    18. November 2009 18:10

    also… das mit dem ladekabel ist eine frechheit… und das der support wieder gemeint hat, jemand unfähigen dran zu haben kennen eh alle… aber es ist schade das das mit dem ebook reader anscheinend doch nicht so ausgereift ist bzw. nicht so glatt funktiniert und dann mit dem store…

    wobei ja wieder die frechheit die preise sind.. bei amazon sind die kindle reader bücher ja um einiges billiger?

    • frautravnicek permalink*
      18. November 2009 21:24

      ja, das mit dem ladekabel finde ich doof. ich meine dann hätten sie das ganze doch 15 euro teurer machen können und das ladekabel dazu tun. mehr kostet das teil in der herstellung sicher nicht.
      es gibt auch bei libri sehr billige eBooks und bei anderen anbietern (im richtigen format) – anscheinend ist die auswahl bei thalia noch nicht so groß. und die buchpreisbindung ist sicher auch noch ein thema, obwohl da kenne ich mich nicht aus.

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