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Lesungen, Interviews und das Fotografiert werden.

21. Oktober 2009

Am Montag also war die fast schon traditionelle Buchpräsentation in der Stadtbücherei Traismauer, belgeitet durch ein kleines Buffet und Säften sowieo Weinen der Familie Fischer. Die Besucher haben fleißig Saft, Wein und Buch gekauft, man kann also von einem erfolgreichen Abend sprechen. Die Werbung für das Event war leider nicht ausreichend, vor allem da im „Österreich liest“ Einheitsbrei oft untergeht, wer denn eigentlich liest. Solche Informationen werden dann immer sehr schlicht schwarz auf weißem Druckerpapier hinzugefügt. Auch kamen die Werbemittel mit nur einer Woche vor der Veranstaltung ziemlich knapp an.

Heute war ich in St.Pölten sowohl bei der Buchhandlung Schubert, die das „Buchjournal“ aufliegen hatte, sowie beim Thalie, wo es die Falter Literaturbeilage und etwas in der Art vom Kurier gab, nur nicht das Österreich Spezial von der Buchkultur. (Aber beide hatten „Fütter mich“ im Regal.) Neuer Versuch am Freitag. Für alle Ungeduldigen gibt es das ganze Interview auch im Netz.

Am Freitag findet auch die Preisverleihung zum Schreibbar Wettbewerb in der Buchhandlung Schubert statt, mehr oder weniger als geschlossene Veranstaltung, da wir über sehr beschränkten Raum verfügen. Von der Preisverleihung wird es einen ausführlichen Bericht geben, darf ich ja zum allerersten Mal selbst eine Laudatio halten und glücklichen Gewinnern ihre Preise in die Hand drücken.

Und auch bei „Punkt“, dem Onlinemagazin des Fh Wien Studienganges für Journalismus (in Kooperation mit dem Kurier) gibt es ein Portrait über mich – ungeschminkt, wie Autor Günter Stummvoll betont.

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7 Kommentare leave one →
  1. 21. Oktober 2009 18:12

    Interessantes Portrait! Bemerkenswert auch, dass du bei der Antwort nach der Frage, warum du schreibst, deine Beispiele stets variierst. Bewusst? 😉

  2. Eva Jancak permalink
    21. Oktober 2009 21:17

    Falls es was hilft, das Buchkultur Österreich Spezial gibts bei Thalia Landstraße, da liegts auf dem Regal mit dem Werbematerial hoch oben, so daß man gezielt danach greifen muß oder es zufällig findet und ich komme gerade vom Literaturhaus, da gabs die zweite Veranstaltung zu den „Schreibstuben“ mit einer Diskussion über den Lehrgang für Sprachkunst und der Information, daß die 16, die von den 375 Bewerbern genommen wurden, zwischen 18 und 26 Jahre sind.
    Die Diskussion über Leipzig war auch sehr interessant, die wurde aufgenommen und gibt es irgendwann in Ö1 zu hören.

  3. andi p. permalink
    22. Oktober 2009 00:43

    die oberhalb (von eva jancak) erwähnte veranstaltung heute im literaturhaus war äußerst interessant, hab im anschluß mit sabine scholl noch ein paar worte bezüglich sprachkunst-studium gewechselt. hab mittlerweile ein wenig mehr ahnung davon gewonnen, was für leute die dort haben wollten (also meiner einschätzung nach zwar nicht die völligen anfängerInnen, aber doch leute, die gute texte & talent haben, aber noch nicht die sicherheit, sich in die eine oder andere richtung weiterzuentwickeln).

    zum obigen interview aber ein paar kritische anmerkungen (wenn erlaubt):

    „Wir müssen z. B. keine neuen Strukturen mehr bauen, denn die gibt es ja im Wesentlichen schon.“
    sicher? beruht der fortschritt der menschheit nicht darauf, daß auf die bestehenden fundamente immer wieder ein neuer stock aufgebaut wird? sonst wären wir bei der anbetung der asche. das kritische hinterfragen der bestehenden strukturen fehlt mir irgendwie in der heutigen zeit. sollen wir (die jungen) wirklich nichts neues aufbauen und uns nur ins bestehende einfügen?

    „Im Gegensatz zu Robert glaube ich nicht, dass man einen eigenen Stil erschaffen kann.“
    auch der satz erscheint mit nach einem sich zufriedengeben mit dem existierenden. es wurden ja doch auch früher neue stile erschaffen und sich nicht bloß auf den bestehenden ausgeruht. wieso soll das jetzt nicht mehr gehen? wieso soll nun der stillstand ausgerufen werden?

    „Und ich verstehe auch jene AutorInnen nicht, die sich vor einer Wahl von politischen Parteien einspannen lassen.“
    solange sie nicht blind der betreffenden partei folgen, sondern ihr auch kritisch gegenüberstehen können – wieso nicht? grad künstlerInnen haben oft ansichten, die gegen ausgrenzung und stillstand, sondern für ein friedliches, soziales miteinander gerichtet sind. und es sei ihnen erlaubt, sich im wahlkampf für eine partei engagieren (auch wenn z.b. mich persönlich da nicht alle derartigen engagements auch wirklich freuen, aber damit muß ich leben). die alternative / das gegenteil wäre ein daniel kehlmann. jetzt ganz unabhängig von der beurteilung seiner literarischen qualitäten, aber er ist der prototyp eines unpolitischen, braven, angepaßten autors, der kaum gesellschaftskritik zu äußern wagt. das sei ihm natürlich erlaubt. aber für mich ist so eine richtung nicht das für mich ideale. denn es waren in der geschichte immer wieder künstlerInnen, die kritik an den herrschenden zuständen geübt und ihren beitrag zum widerstand gegen diese geleistet haben. natürlich muß das nicht mittels offen gezeigten parteien-sympathien erfolgen (und z.b. die doch sehr heftige spd-treue eines herrn grass darf ruhig kritisch hinterfragt werden), aber es sollte dennoch erlaubt sein, finde ich.

  4. andi p. permalink
    22. Oktober 2009 00:47

    oje, den kommentar kann man da anscheinend nicht mehr editieren. hab grad in meinem beitrag rechtschreibfehler und stilistische unschönheiten entdeckt. bitte die zu verzeihen.

  5. frautravnicek permalink*
    22. Oktober 2009 07:30

    ich lerne meine antworten erstens nicht auswendig und zweitens wird mir sonst selber langweilig, wenn ich immer das gleiche sage auf die selben fragen.

    eigentlich hab ich ja beschlossen mich darüber nicht mehr aufzuregen, aber:
    ich weiß nur, dass eine kanditatin beim sprachkunst studiuem aufgenommen wurde, die schon beim klagenfurter literaturkurs war, auch bei anderen wettbewerben platzierungen belegt hat und literarisch gar kein unbeschriebenes blatt ist (mehrere namhafte workshops, unter anderem akademie für schreibkunst, wo ja robert schindel auch dabei ist…). im gegensatz dazu wurden zur aufnahmeprüfung auch leute eingeladen, die nach eigener aussage „nichts“ schreiben außer „status updates bei facebook“. das ist doch eine seltsame mischung, meiner meinung nach. aber ich habe mit dem kapitel literaturstudium in österreich für mich abgschlossen, überhaupt mit literaturstudium an sich, ich beschließe an dieser stelle die revolution: stell dir vor es ist institutionalisierung, und keiner geht hin!

    lieber andi, natürlich werden wir bestehende strukturen einreißen und neue bauen, wenn uns danach ist, keine frage 😉
    das mit dem stil hast du falsch verstanden, die betonung liegt auf erschaffen. mein punkt war, dass er mit der zeit von alleine kommt. aber du kannst dir schwerlich künstlich einen zulegen, denn das wird immer bleiben, was es ist: künstlich.
    aber sich von einer partei einspannen zu lassen, raubt einem doch gerade die möglichkeit, ihr auch kritisch gegenüber zu stehen. und bekanntere persönlichkeiten ziehen immer andere mit. ich bin ja sehr wohl für eine politische stellungnahme, aber nur für themen, bei denen ich mich auskenne und dann auf dem standpunkt, der für mich richtig ist, ganz unabhängig davon, wie der auch eingefärbt sein mag.

    so.

  6. Eva Jancak permalink
    22. Oktober 2009 09:28

    Als ich mir gestern die Namen der Aufgenommenen angesehen habe, habe ich mir gedacht, daß Sie sich über Sandra Gugic ärgern werden.
    Die anderen Namen sagen mir nichts, weiß also nicht , wie viele davon in den FM4 Anthologien ect. Texte haben.
    Aber Sie lesen ja bei der Buch Wien mit dieser Anthologie, sollte eine Gratiseintrittskarte zu mir kommen, werde ich mir das anhören.
    Und schwierig wird es bezüglich Studium oder Nicht Studium nur, wenn sich die großen Verlage wirklich angewöhnen sollten, bei Veröffentlichungen auf diese Qualifikation zu achten, um sich die Qual der Wahl zu ersparen, wie bei der gestrigen Diskussion ein bißchen anklang, aber das trifft derzeit sicher viel mehr auf Leipzig, als auf Wien zu

  7. andi p. permalink
    23. Oktober 2009 00:17

    also ich rege mich viel weniger (bzw. kaum) auf, nicht aufgenommen worden zu sein, da ich mir bewußt, daß meine stärke in der performativen darbietung meiner texte liegt, und die bei einer schriftlichen einreichung eher wenig chancen haben.

    bezüglich stil: es kommt halt drauf an, wie eng oder breit ein stil definiert wird. ich stimme dir schon zu, daß man nicht zwanghaft einen neuen stil erfinden kann, aber grad z.b. in der poetry-slam-szene gibt es meines erachtens nicht wenige leute, die einen sehr individuellen stil haben. was nicht heißen muß, daß sie jetzt eine neue große literarische stilrichtung erfunden haben.

    und ja, wir haben natürlich selber hierzulande ein sehr negatives beispiel eines künstlers erlebt, der einfach nur eine rechtskonservative marionette seiner partei abgegeben hat und sich um kunst und künstlerInnen einen sch***dreck geschert hat (=franz morak), denke dennoch, daß man nicht grundsätzlich sagen kann, daß parteipolitisches engagement von wem aus der kunstszene was schlechtes wäre.

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