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Fangeschenke und Skifahrerinnen

24. April 2009

Gestern: Ein seltsam erfreulicher Tag.

Zuerst beim Nachhausekommen nach Niederösterreich einen Brief vom BMUKK gefunden, der mir freundlich mitgeteilt hat, dass die Kunstsektion (natürlich im Auftrag der Frau Bundesministerin höchstpersönlich) mein einmonatiges Reisestipendium bewilligt hat. Da Schweden und Norwegen nicht gerade billige Länder sind, ein großer Grund zur Freude. Bis Ende September muss aber ein Reise- und Projektbericht angefertigt und eingereicht werden, bin gespannt was sie dazu sagen, wenn dann dort steht: Heute erster Tag des Mittelalterfestes in Gotland. Ich und mein Reisebegleiter im heillosen Met-Rausch.

Dann mit dem Auto zur Lesung nach Leobersdorf. Einen Stau und viel Adrenalin später endlich Ankunft in der Vinothek. Der Pauli (Paul Eisenkirchner) ist ein engagierter Veranstalter, kauft alle meine Bücher und die mitveranstaltende Buchhandlung verkauft alle ihre Exemplare von „Die Asche meiner Schwester“. Jeder freut sich. Überhaupt ist die Stimmung im Raum auffallend gut. 

Ich bekomme ein Geschenk, in das ich zuerst nicht hineinsehen darf und muss an mein erstes Geschenk nach einer Lesung zurückdenken, als mir am nächsten Morgen eine Frau einfach bei der Begegnung auf der Straße ein Glas selbst eingekochter Marmelade in die Hand gedrückt hat, weil sie in dem Moment nichts anderes mit hatte und mir unbedingt etwas geben wollte. Dieses Geschenk stellt sich als eine von 3 Ausgaben des Projektes „An Himmel und Hölle“ http://www.anhimmelundhoelle.at/ in der uncolourierten Version heraus. Ich bin schwer beeindruckt, denn Tuschezeichnungen waren für mich (ungeduldig wie ich bin) immer eine Tortur.  

Nachher noch ein Getränk mit den Veranstaltern und der  Schriftstellerin Annemarie Moser, die ebenfalls gelesen hatte. Ihre Gedichte sind wirklich ausgesprochen interessant, sehr aktuell, oft auch politisch und nie ohne einen Hintergedanken, einmal, als sie ein Gedicht über „alte Weiber“ gelesen hat, war ich wirklich berührt, vor allem von der kritischen Distanz der Betrachtung. Frau Moser erzählt wie sie sich an dem Tag selbst gegooglet hat (die Frau wird bald 70) und dass das Problem am googlen die Skifahrerin Annemarie Moser wäre. Ich empfehle den Zusatz „-Ski“ und lächle leicht.

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