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Ich bin eine Muschel

19. November 2008

Wenn eine Muschel eine Verschmutzung in ihrer Schale hat, verschließt sie sich und kapselt diese Verschmutzung Schicht für Schicht in Perlmutt, bis sie jemand öffnet und darin eine Perle findet. Aus einem Störpartikel entsteht Schönes und Wertvolles.

Als Schriftstellerin sollte man eine Muschel sein, Kritik in sich aufnehmen und einschließen, Schicht für Schicht mit Sätzen ummanteln, und irgendwann öffnen wir uns und dann liegt da ein neues Buch.

Grundsätzlich ist ausschließlich gutes Feedback seltsam. Sollte es einmal eine Gesellschaft geben, in der alle immer einer Meinung sind, dann stirbt der Diskurs, dann möchte ich in dieser Gesellschaft nicht mehr leben. Außerdem nimmt es einen doch den Anstoß sich immer weiter verbessern zu wollen: Gute Kritiken machen kurzfristig glücklich, aber langfristig nicht produktiv.

Wenn mich jemand sucht, ich bin gerade dabei Perlmutt zu produzieren.

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One Comment leave one →
  1. 25. November 2008 15:12

    Synchronizität ist was Wunderbares. Oder das Bild von der Muschel ist was Wunderbares.

    http://alexwichert.com/2008/11/24/drabble-di-drabble-du/
    (letzter Absatz)

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